Aktuelles Steuerrecht

  • Häusliches Arbeitszimmer
    Höchstbetrag in Höhe von 1.250,00€ ist personenbezogen anzuwenden, d.h., wenn sich z.B. ein Ehepaar ein Arbeitzimmer teilt, kommt der Höchstbetrag für jeden Ehepartner in Betracht. Die personenbezogene Höchstbetragsanwendung gilt auch bei Nutzung von mehreren Arbeitszimmern durch eine Person.
    BFH-Urteil vom 09. Mai 2017 VIII R 15/15
     
  • Kleinunternehmergrenze  § 19 Abs. 1 UStG
    Ab dem 01.01.2020 wurde die Kleinunternehmergrenze von bisher 17.500,00 € auf
    22.000,00 € angehoben. 

     
  • Neue Abgabefristen für Steuererklärungen ab 2018
    Ab dem Jahr 2018 gelten grundsätzlich neue Abgabefristen für die Steuererklärungen. '
    Bisher mussten die Erklärungen bis Ende Mai beim Finanzamt eingereicht werden.
    Nun wurde die Frist bis 31.07.2019 verlängert.
    Sofern Steuererklärungen durch einen Angehörigen der steuerberatenden Berufe erstellt werden, verlängert sich die
    Frist zur Abgabe grundsätzlich auf spätestens Ende Februar des übernächsten Jahres. Für die Steuererklärung 2018 ist das somit der 28.02.2020.
    §149 Abs. 3 und 4 AO

    Für die
    Einkommensteuererklärungen 2020 gilt lt. BMF eine verlängerte Abgabefrist bis 31.08.2021. Jedoch nur wenn man steuerlich vertreten wird.
     
  • Ansatz außergewöhnliche Belastungen (z.B. Artzrechnungen etc.)
    Stufenweise Ermittlung der zumutbaren Belastung
    Dies mindert die zumutbare Eigenbelastung im günstigsten Fall um 664,70€ und führt bei einem persönlichen Steuersatz von z.B. 30% zu einer Steuerersparnis von ca. 210,00 € (incl. Solidaritätszuschlag)

    BFH Urteil vom 19. Januar 2017 VI R 75/14
    (auf alle offenen Fälle anzuwenden)

     
  • Sachgeschenke an Geschäftsfreunde
    BFH Urteil vom 16.10.2013 VI R 52/11 (BStBl 2015 II S. 455)
    Sachgeschenke sind bei den Empfängern steuerpflichtig. Um dies zu verhindern kann der zuwendende Unternehmer die hierauf entfallende Einkommensteuer pauschal mit 30% übernehmen. §37b EStG. (gilt auch für Geschenke bis 35,00€)
    Voraussetzung für den Betriebsausgabenabzug für Geschenke bis 35,00 €/Jahr/Person:
    - einzelne Aufzeichnung
    - Anlass für das Geschenk
    - beschenkte Person

     
  • Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuer-Erklärung nach Rentenerhöhung
    Der Grundfreibetrag von 9.408,00 € 2020 / 9.744,00 € 2021 (Zusammenveranlagung 18.816,00 € 2020 / 19.488,00 € 2021) gilt auch für Rentenbezieher!
    Aufgrund der jährlichen Rentenanpassungen können Rentenbezieher in die Einkommensteuerpflicht hineinwachsen und sind somit zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. §56 EStDV

     
  • Zusätzliche steuerfreie Arbeitgeberleistungen ab 2019:
    Ab 2019 bis einschließlich 2021 können zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn, gewährte Vorteile durch den Arbeitgeber für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads (auch E-Bikes ohne Kennzeichnungspflicht!)
    lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei behandelt werden.


     

Informationen zum Jahreswechsel 2020/2021:
 

  1. Verplichtung zur Inventur am Ende des Wirtschaftsjahres
    gem. §§240 und 241a HGB sowie gemäß §§140 und 141 AO


    Die Inventur muss über jeden Posten im Inventar folgende Angaben enthalten:
    - die Menge (Zahl, Maß, Gewicht)
    - die Bezeichnung der Vermögensgegenstände (Art, Artikel-Nummer, Größe)
    - der Wert der Maßeinheit

     
  2. Grundfreibetrag - Einkommensteuer
    2020:
    Einzelveranlagung Grundtabelle                9.408,00 €
    Zusammenveranlagung Splittingtabelle    18.816,00 €
    2021:
    Einzelveranlagung Grundtabelle                 9.744,00 €
    Zusammenveranlagung Splittingtabelle     19.488,00 €

     
  3. Kinderfreibetrag / Betreuungsfreibetrag pro Kind § 32 Abs. 6 EStG
    2020:     5.172,00 € /zzgl. Betreuungsfreibetrag 2.640,00 €
    2021:     5.460,00 € /zzgl. Betreuungsfreibetrag 2.928,00 €         

               
  4. Sachbezugswerte 2021 für die Lohnsteuer und Sozialversicherung
    Freie Verpflegung Tagessatz 263,00€
    Freie Unterkunft: Wohnung - ortsüblicher Mietpreis / sonstige Unterkunft - pauschal 237,00€

     
  5. Mindestlohn ab 1. Januar 2021
    Der gesetzliche Mindestlohn wird von bisher 9,35€ auf 9,50 € je Zeitstunde angehoben.
    Bei Minijobs ist somit die bisherige monatliche Arbeitszeit ggf. zu reduzieren, damit die Grenze von 450,00 € nicht überschritten wird.

     
  6. Corona-News / Links / Info´s

    Antragsfrist Überbrückungshilfe II endet am 31.01.2021
     
    https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html

Am 25.05.2018 ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) europaweit in Kraft getreten. Sie gilt unmittelbar für alle Unternehmen. Aus gegebenen Anlass möchte ich auf nun veröffentlichte Arbeitshilfen des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA) hinweisen. Diese finden Sie unter folgendem Link: https://www.lda.bayern.de/de/kleine-unternehmen.html

 

 

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